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Paganini

Die Operette in drei Akten von Franz Lehár entstand 1925. Lehár wollte dem Violinvirtuosen Niccolò Paganini ein Denkmal setzen. Die Geschichte spielt zur Zeit Napoleons anfangs des 19. Jahrhunderts.

Erster Akt: Ländlicher Dorfplatz in der Nähe von Lucca

Jahreszeit: Frühsommer, möglicherweise Mitte Juni.

Paganini macht in einem Dorf, unweit von Lucca, Halt, um für das morgige Konzert in der Stadt zu üben. Die Dorfbewohner hören staunend dem Musiker zu. Auch die Fürstin Anna Elisa, die von der Jagd zurückkehrt, ist vom Spiel und der Person des Künstlers entzückt. Sie ist Napoleons Schwester und mit dem Fürsten Felice unglücklich verheiratet, denn diesen fesseln stets andere Frauen. Auch heute ist er wohl wieder mit der Opernsängerin Bella Giretti zusammen.

Da erscheint Paganini und besingt bei einem Becher Wein («Schönes Italien ... ») die Heimat, die Kunst, die Frauen. Er unterhält sich mit der Fürstin, die sich aber nicht zu erkennen gibt. Paganini lädt sie zu seinem Konzert ein ( «Was ich denke, was ich fühle .... »). Das Gespräch wird von Paganinis Impresario Bartucci unterbrochen, der die Nachricht bringt, dass Paganini verdächtigt wird, einen Mann im Zweikampf getötet zu haben und er deshalb in Lucca nicht auftreten dürfe. Paganini will sich nicht rechtfertigen und sofort abreisen. Anna Elisa hofft, ihn zurückhalten zu können, denn beide haben sich ineinander verliebt. Da erfährt Paganini durch das Landvolk, wer die fremde Dame ist. Auch Fürst Felice taucht nun auf und verbietet aufs Neue das Konzert von Paganini. Aber Anna Elisa, die ihm seine Affäre mit Bella Giretti nachsehen muss, setzt ihren Willen durch: Paganini wird spielen.

Zweiter Akt: Grosser Festsaal im fürstlichen Palais in Lucca – Einige Wochen später

Anna Elisas Liebe hält Paganini schon seit Wochen in Lucca fest. Beim Glücksspiel hat er soeben seine kostbare Geige eingesetzt und an Marchese Pimpinelli verloren. Dieser gibt sie ihm wieder, da er von Paganini, wie er glaubt, wertvolle Ratschläge für die Liebe erhalten kann («Gern hab ich die Fraun geküsst…»). Anna Elisa lebt in Sorge, Paganini wieder zu verlieren; er beruhigt sie aber und schenkt ihr ein Liebeslied («Deinen süssen Rosenmund...»).

Inzwischen hat sich die Liebesaffaire der Fürstin bis nach Paris zu Napoleon herumgesprochen. Der Kaiser schickt den Grafen Hédouville, der Paganini verhaften soll, falls er Lucca nicht verlässt. Damit ist die Fürstin nicht einverstanden und fürchtet um ihre Liebe («Liebe, Du Himmel auf Erden…»). Bella Giretti hat ein Auge auf Paganini geworfen und umgarnt ihn, sodass er ihr das zuerst der Fürstin zugedachte Liebeslied widmet. Anna Elisa erfährt davon und will sich rächen, indem sie der Verhaftung zustimmt. Als Paganini sie jedoch am Abend durch sein Spiel aufs Neue betört, verhindert Anna Elisa die Arretierung Paganinis.

3. Akt: Eine üble Spelunke an der Grenze des Fürstentums Lucca

Paganini ist vom Hofe geflohen. Bartucci mahnt ihn, von den Frauen zu lassen und nur für seine Kunst zu leben. Als die verliebte Bella vor Paganini erscheint, weist er diese zurück. Als Strassensängerin verkleidet taucht Anna Elisa auf, um von Paganini Abschied zu nehmen und ihn freizugeben. Paganini geht mit den Worten: Es gibt keine andere ... ich gehe alleine ...